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Wasser und Abwasser

Die Wasserwirtschaft betreibt viele Anlagen, die selten besetzt sind und trotzdem regelmäßig kontrolliert werden müssen: Pumpwerke, Regenüberlaufbecken, Hochbehälter, Außenstationen. Jede Kontrolle bedeutet eine Anfahrt. Das ist dieselbe Ausgangslage wie bei unbemannten Umspannwerken – und derselbe wirtschaftliche Hebel.

Prüfaufgaben auf Kläranlagen: thermische und akustische Erfassung von Pumpen, Gebläsen und Rührwerken, Sichtkontrolle von Rechen und Sandfängen auf Verstopfung, Zustand von Belüftungseinrichtungen, Ablesung von Messstellen, Kontrolle von Schaumbildung und Belebtschlammbild, Sichtprüfung von Rohrleitungen und Armaturen auf Undichtigkeiten.

Eine Besonderheit prägt die Branche: Schwefelwasserstoff. Er entsteht in abwassertechnischen Anlagen regelmäßig, ist schwerer als Luft, sammelt sich in Schächten und Vertiefungen und ist bereits in geringen Konzentrationen lebensgefährlich – wobei der charakteristische Geruch bei höheren Konzentrationen nicht mehr wahrgenommen wird. Ein Roboter mit Gassensorik kann hier eine Vorerkundung leisten, bevor Personal einen Bereich betritt. Das ist einer der wenigen Fälle, in denen der Sicherheitsgewinn den wirtschaftlichen Nutzen deutlich übersteigt.

Wichtig dabei: Die Fähigkeit, Gas zu detektieren, berechtigt nicht zum Betrieb in einer Ex-Zone. Beides wird häufig verwechselt.

Weiterführend: Explosionsschutz und mobile Robotik – mit Vorgehen zur Bestimmung der Zonengrenzen innerhalb einer Anlage.

Änderungsprotokoll (1)

  • 15.08.2026 Erstveröffentlichung Erstveröffentlichung.

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